Die Antwort auf die Landschaftszerstörung durch die Energiewende:
Her mit den kleinen autonomen Energienetzen!

Die Energieversorgung in Österreich wird Großteiles aus Wasserkraft stammenden Strom bewerkstelligt. Wir betreiben hierzulande keine Atomkraftwerke und haben auch die letzten Kohlekraftwerke vom Netz genommen.
Der Anteil an anderer ökologischer Stromerzeugung (Solar, Windkraft, etc.) wächst stetig  - kann aber die Lücke zwischen tatsächlichem Verbrauch und Erzeugung NICHT abdecken. Daher ist Österreich ein Stromimportland und wir importieren Strom aus dem Ausland, um unseren Bedarf zu decken.

 Eine wesentliche und komplexe Aufgabe der Stromwirtschaft ist es, das zentrale Stromnetz stabil zu halten. Das bedeutet, dass es immer eine ausgewogene Balance zwischen Erzeugung und Verbrauch geben muss. Wenn diese Balance nicht stimmt, das senkt oder hebt sich die Netzfrequenz von 50 Herz und ab einer gewissen Disbalance ist ein Totalausfall (=BlackOut) die Folge.

In der Vergangenheit konnte mit den bestehenden Pumpspeicherwerken und auch mit kalorischen Kraftwerken (diese erlauben eine flexible Regelung der erzeugten Strommenge nach oben oder unten) die Stabilität unserer Netze sicher gestellt werden.

Da nun aber immer mehr "volatile" Einspeiser (das ist ökologische Stromerzeugung wie eben durch Solar oder Wind, die immer dann einspeisen wenn es das Wetter will aber nicht, wenn der Bedarf dafür gegeben ist) immer schneller dazu kommen, sieht sich die APG (Austrian Power Grid - sie ist hauptsächlich für den Erhalt der Stabilität der Versorgung verantwortlich) damit konfrontiert, immer größere Aufwendungen zur Netzstabilisierung unternehmen zu müssen. Dies, weil die herkömmlichen Mittel nicht mehr und immer weniger dafür ausreichen. Dafür errichtet man im immer größeren Stil Gaskraftwerke, die in Sekunden hoch- und niedergefahren werden können, um fehlenden Strom zu erzeugen oder Überschüsse (durch betreiben der Generatoren in die andere Richtung) abzubauen. 

 Die von Österreich geplante Energiewende, worin wir bis zum Jahr 2030 den gesamten österreichischen Strombedarf durch ökologische Erzeugung abgedeckt haben wollen, wird die volatilen Einspeisungen noch weiterhin massiv erhöhen und damit die Komplexität der Erhaltung der Netzstabilität massiv ansteigen lassen.

Was kann also die Lösung sein: Natürlich die Förderung kleiner, unabhängiger Stromerzeugungszellen und die kleinräume Vernetzung (Wohnhäuser, Nachbarschaften) mit so genannten Mikronetzen. Der "überschüssige" Strom würde in diesem Gegenmodell nicht in die Netze der EVUs zurück gespeist sondern in den Energiespeichern der Mikrozellen (z.B. Wasserstoff) gespeichert werden. Es entsteht dann also eine hochgradige Stromautarkie und eine "Strom-ProSumer Gesellschaft". Diese braucht den Anschluß an die großen Stromnetze, wenn überhaupt, nur noch als letzte Rückversicherung.

Die EVUs würden im Endausbau dieses Modells in erster Linie die Industrie mit Strom versorgen, während die Private Stromerzeugung von den Privathaushalten selbst übernommen wird.

Diese Demokratisierung der Stromversorgung hätte eine Reihe von Vorteilen:

  • Man belastet die großen Stromnetze nicht weiter und senkt somit das Risiko große BlackOut-Szenarien
  • Die privaten Haushalte würden ihre Dächer, Fassaden und weitere bereits "versiegelte" Fläche für die Stromerzeugung nutzen. Im Gegensatz zur Umwidmung landwirtschaftlicher Fläche (Wald und Wiesen), wo die EVUs ihre Solar- und Windparks errichten wollen.
  •  Sollte es dennoch zu einem großen BlackOut der Stromnetze kommen, so wäre der Impact davon wesentlich geringer, da der Privatsektor durch weitestgehende Autarkie nicht oder nur minimalst betroffen wäre.

Doch sehen die derzeit vorliegenden Förderungen ökologischer Stromerzeugung für private Haushalte vor, dass diese ans Netz des jeweiligen Netzbetreibers (Salzburg AG, etc.) gekoppelt werden MUSS! 

Dies ist in ALLEN Bundes- und Landesförderungen in ganz Österreich der Fall. Da sowohl Bund also auch Länder die Haupteigentümer der Verbund AG und der EVUs sind, sind die jeweiligen Regierungspolitiker die Interessensvertreter der Stromgesellschaften, deren jährliche Dividende sie haben wollen. Daher ist man an privater Stromautarkie nicht interessiert und so kommt es, dass im Moment auch im EAG (Erneuerbaren Ausbau Gesetz) die Förderungen privater PV- und Windkraftanlagen an die Einspeisung in die Stromnetze der EVUs geknüpft ist.

Man versucht also, dass die Energiewende wieder von den großen ex-Monopolisten der Stromwirtschaft "gestemmt" wird und nimmt in Kauf, dass dies auf Kosten von Mensch und Natur geschieht. So kommt es, dass die österr. Stromwirtschaft in den nächsten 10 Jahren ganze 70 Milliarden Euro für Netzstabilisierungsmaßnahmen (=Errichtung ganz vieler Gaskraftwerke) und Netzausbau (=Errichtung weiter Freileitungen für Höchstspannungstransporte) investieren will. Natürlich sind die Kosten dafür von der Bevölkerung zu zahlen. Weiter bedeutet dieses Szenario, dass Wiesen und Wälder für zentrale ökologische Stromerzeugung geopfert werden würden.

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